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Strom und Spannung nach Maß „Präzision aus Jena“ zu Gast bei der SBA Trafobau Jena GmbH
Am Montag, dem 15. März 2010, begann für die Belegschaft der SBA Trafobau Jena GmbH die Schicht zwei Stunden später als gewohnt. Gastgeber und Geschäftsführer Matthias Leipold hatte so die Gelegenheit organisiert, seinen 28 Kollegen der BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“ sein Unternehmen sehr praktisch im täglichen Arbeitsprozess vorstellen zu können. Und so gewährte der Rundgang durch das 2008 erweiterte Firmengebäude interessante Einblicke und Erkenntnisse über die Prozessschritte und vielen Handgriffe, bis ein fertiger Trafo, eine Drossel oder ein Filter an den Kunden aus dem In- oder Ausland ausgeliefert werden kann.
Die Jenaer SBA ist anerkannter Spezialist für Niederspannungstransformatoren, für bestimmte Drosseln dank spezieller Bandwickeltechnik für hohe Ströme und Packungsdichten sogar einziger Lieferant und Marktführer. Anschaulich skizzierte Leipold den Weg eines Trafos von der Berechnung über Wickelkarte und Ressourcenliste bis zur Auslieferung. Ein modernes ERP-System ermöglicht die Verwaltung von bis zu 1.400 verschiedenen Produkten, die im Laufe eines Jahres gefertigt und größtenteils just-in-time oder wenn gefordert beispielsweise auch KANBAN-gerecht ausgeliefert werden. Trafos verschiedenster Größen - die kleinsten passen auf eine Fingerspitze, andere sind mannshoch - verlassen die Jenaer Fertigung.
Die besondere Stärke, die Sonderfertigung nach Kundenspezifikation, wird nach den Worten von Matthias Leipold geschätzt und mit langjähriger Treue honoriert. Fünf Jahre Garantie, Service und Zertifizierungen internationaler Prüfinstitute als zugelassener Lieferant beispielsweise für Bahntechnik und den Schiffbau wiegen Preisunterschiede gegenüber Wettbewerbern auf. Und der kommt aus China und Osteuropa. Sonderfertigung von Einzelstücken und Kleinserien bedeutet Handarbeit, die in diesen Ländern billiger ist als in Deutschland. Dennoch bekannte sich der Manager klar zum Fertigungsstandort hier in der Region. So erweiterte die SBA die eigene Wertschöpfungskette, indem sie als Systemlieferant kompletter Baugruppen auftritt.
Der Fachvortrag von Konstrukteur Nico Wurzel beantwortete die Frage nach einem „grünen“, d. h. energieeffizienten Trafo positiv. Erfahrungen und Know-how in der Berechnung, Materialauswahl und Konstruktion können Wirkungsgrade erhöhen, sodass sich der höhere Anschaffungspreis je nach Typ bereits nach einem Jahr durch geringere Stromaufnahme amortisiert haben kann.
Das Unternehmen mit heute 40 Mitarbeitern gehört zur SBA-Gruppe mit Stammsitz in Heiligenstadt/Bayern. Matthias Leipold führt die Firma seit 1997. Seit 1978 leitete Vater Horst Leipold erst den Bereich innerhalb des ZEISS-Kombinates und ab 1990 das mittelständische Unternehmen.
Enthusiasmus und Anschaulichkeit seitens der Gastgeber während der Präsentation und des Rundgangs überzeugten die Anwesenden und machten auch dieses Arbeitstreffen zu einer lohnenden Zeitinvestition. Dietmar Winter hob Vorbereitung und Ausgestaltung des Treffens als beispielgebend hervor: „Nicht nur mit der mobilen Soundanlage haben Sie, Herr Leipold, mit Ihrem Team die Messlatte für unsere Veranstaltungen weiter angehoben.“
Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT PR
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